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Spielregeln Tipps Pflege

 

 

Tipps fĂŒr Einsteiger (Quelle: www.tischeishockey.net)

Viele von uns waren mal in einer Àhnlichen Situation: Man hat sich (nach Jahren wieder) ein Brett angeschafft, aber niemand da zum Spielen...

Hier nun ein paar Tipps, wie man Schwung in den Laden bekommt.



Man muss GROSS denken.

Wer TEH spielt, spielt eben nicht Kreisliga-Fußball oder Skat mit der Clique... Man spielt auf der World Tour und um die Deutsche Meisterschaft. Oder eben um die Bayrische Meisterschaft, solange da noch keine andere Truppe am Start ist.
Freunde zum Mitspielen zu zwingen, zahlt sich selten aus. Die werden kaum bei der Stange bleiben. Entweder muss man also raus aus dem eigenen Kaff oder etwas im eigenen Kaff aufbauen.



Raus aus dem Kaff.

"Ich fahr doch nicht 100 km und mehr, um Tischeishockey zu spielen!" gilt nicht mehr! Probiert es aus! Wenigstens ein Mal. Wenn's doof ist, könnt Ihr's immer noch lassen. Die Turniere des DTEV sind meist ein bisschen chaotisch und trotzdem entspannt und stellen einen lustigen Wochenendtripp allein oder mit den Kumpels dar. Man wird zwar teilweise abgefieselt, aber so ging es uns allen. Dazulernen heißt die Devise. Vielleicht habt Ihr aber auch eine der aktiven Szenen in der NĂ€he, und es ergibt sich so die Möglichkeit, erstmal regional zu schnuppern.
Eventuell solltet Ihr erwĂ€gen, mal ĂŒber die Grenze zu schauen. In Sachsen, Bayern oder Baden sind die Klubs und Turniere in Tschechien oder die Schweiz nĂ€her gelegen.
Oder Ihr schaut mal, ob Ihr auf die großen internationalen Turniere fahrt. Billigflieger machen den StĂ€dte-Urlaub mit TEH möglich.



Vor Ort eine eigene Szene zu schaffen, ist schon schwieriger, aber absolut nicht unmöglich.

Per Internet findet man schnell Gleichgesinnte - bzw. man lĂ€sst sich finden. In GroßstĂ€dten und BallungsrĂ€umen mehr als man denkt. Eine einfache Homepage oder schon der Blick ins GĂ€stebuch bei Facebook versprechen maximale Erfolge.

Und wie gesagt, groß denken: Denkt Euch imposante Namen fĂŒr Euch, Euren Klub und Eure Turniere und Ligen aus. Macht eine kleine Liga, die aus mehreren Einzelturnieren besteht, jede Woche oder dreimal im Jahr - je nach Geschmack und Zeit. Mit oder ohne Vorrunde, Play-Offs, Play-Downs... Vorbilder wie das funtionieren kann, gibt's genug. Linkt Euch einfach mal durch, z. B. die Ruhrpottliga.
Wenn Ihr den Pool Eurer MitspielerInnen erweitern wollt, empfiehlt es sich, PrivatrĂ€ume zu verlassen. Nicht jeder will im fremden Wohnzimmer hocken bzw. sein eigenes zur VerfĂŒgung stellen. Im lĂ€ndlichen Bereich gibt es oft Wirtschaften mit einen kaum genutzten Hinterzimmer, in Berlin haben wir gute Erfahrungen mit einer Sports Bar gemacht.

FĂŒr ein paar Mann reichen ja schon zwei, drei Spiele. Als Startkapital reichen 120,- bis 200,-. Im weiteren Verlauf des "Spielbetriebs" nimmt der Ligenleiter z. B. 2,- fĂŒr neues Spielmaterial, eventuelle Mieten u. Ă€.
Eine weitere Möglichkeit, aus dem Gezocke im Wohnzimmer eine richtige Liga werden zu lassen, ist das Offizielle Worldranking der International Table Hockey Federation. Es stellt eine immense Datenbank von TEH-Turnieren von der WM bis hin zum Gartenturnier dar. Die Datenbank erledigt fĂŒr Euch auch einiges an Arbeit: Es erstellt einen Medaillenspiegel Eurer Liga, eine Seite fĂŒr Euren Klub und jeden Spieler. Nach einen speziellen Algorhythmus errechnet es die Punkte, die jemand fĂŒr die Platzierung x erhĂ€lt. Einzige Voraussetzungen: Das Turnier muss eine Abschlusstabelle von mindestens vier SpielerInnen haben und nach den ITHF-Regeln gespielt worden sein. Die Ergebnisse kann man in eine Web Form eintragen, oder beim ersten Mal oder im Notfall auch per Mail an die Kontaktpersonen des Worldrankings oder des DTEV.



Wie spielt man denn ĂŒberhaupt?

Die Regeln sind ziemlich einfach. Vereinfacht gesagt:

- FĂŒnf Minuten Spielzeit ohne Pausen.

- Es gibt keinen Schiedsrichter, es ist ein Gentlepeople-Sport.

- Bully (Droppen des Pucks) nach jedem Tor oder jeder Spielunterbrechung ĂŒber dem Mittelkreis.

- Nach einem Bully mĂŒssen mindestens zwei PĂ€sse und drei Sekunden erfolgen, bevor ein Tor erzielt werden darf.

- Nach ca. fĂŒnf Sekunden muss man passen oder schießen, was aber im Allgemeinen nicht so genau gesehen wird.

- Ein Tor zÀhlt nur, wenn der Puck im Tor bleibt!

Das war die Kurzform der offiziellen Regeln. Wer die kompletten Regeln sucht, der wird [hier] fĂŒndig. FĂŒr den geneigten Turnierausrichter sind [hier] die offiziellen Turnierregeln.



Ein bisschen was zu Technik, Taktik und Tricks:

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Viele AnfÀnger spielen mit der linken Hand immer am Torwart. Gegen bessere Gegner werdet Ihr so NIE bestehen. Es gilt, bei eigener Puckkontrolle den Torwart loszulassen und ihn bei Puckverlust schnell wieder an der Hand zu haben.

Der Puck wird am einfachsten mit der RĂŒckseite der Figur gefĂŒhrt. SchlĂ€ger, Spiel- und Standbein der Figur bilden "Mulden", in denen der Puck sicher liegt. Aber Obacht: Stören und "Stockschlag" sind sowohl erlaubt als auch effektiv.

Hektische Bewegungen sind der Untergang eines jeden AnfÀngers; lieber den Puck kontrollieren und etwas sinnvolles versuchen.

Es sei auch angeraten, einfach ein wenig Schießen (und spĂ€ter Passen) zu ĂŒben, damit der Puck da ankommt, wo er hinsoll. Ein Puck darf auch einfach mit der Figur geschoben oder gestoßen werden, sofern er nicht bei der Begegnung mit der Figur ruhte. Auch Tore dĂŒrfen so erzielt werden.

Es gibt in der Theorie zwei Arten von Defensive: Bei der recht passiven Box deckt man mit dem Torwart SchĂŒsse aus der Mitte, wĂ€hrend die Verteidiger die Ecken dichtmachen. Offensiver ist der Flipper, bei dem der Torwart in der Torecke steht und die Verteidiger SchĂŒsse und PĂ€sse von den Seiten blocken. Bis man seine eigene Mischung gefunden hat, empfiehlt es sich, gegen schnellere Gegner Box zu spielen. Bleibt der Puck so auf der eigenen Torlinie liegen, dass man ihn sich nur noch selbst reinhauen kann, sagt man "Stopp" und es gibt ein neues Bully.

Denkt daran, dass die Defensive nicht mit dem Keeper endet
. Hat man dem Gegner den Puck abgenommen, gilt es, den Puck auch sicher zu den eigenen Angreifern zu befördern. Befindet sich der Puck in der gegnerischen HÀlfte, ist es angeraten, die eigenen Figuren zu einem Defensivblock in die Mitte zu ziehen, um bei Puckverlust den Spielaufbau des Gegners zu stören.

Das Schöne am Tischeishockey sind die unzĂ€hligen Tricks fĂŒr die Offensive (hier die russische Seite), die in jeder Situation mindestens zwei AbschlĂŒsse zulassen. Diese Tricks könnt Ihr auf zahlreichen TEH-Schulen oder im Netz herumschwirrenden Videos studieren. Am Anfang sollte man sich darin ĂŒben, den Puck von den AußenstĂŒrmern an den Verteidigern vorbei in die Mitte zu passen, von wo der Center ihn direkt in die Maschen setzt. Außer der Spur des Centers fĂŒhrt auch die des Linksverteidigers direkt zum gegenerischen Tor, so dass von dort gestoßene Pucks gerne im selbigen landen. Wenn man zu langsam ist, die Verteidigung des Gegners auszuhebeln, können sich FernschĂŒsse mit den Verteidigern lohnen, die dem Gegner weniger Zeit lassen, sich einzustellen. Außerdem kann es nicht schaden, sich ein, zwei Center-Moves ("Finten") anzueignen, wenn man frei mit dem MittelstĂŒrmer vorm Torwart nicht völlig versagen will.



Die Pflege des Spiels.

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Es ist nicht zu leugnen; unsere Leidenschaft dreht sich um ein Kinderspiel. Ist das Spiel an sich mittlerweile höchst ausgeklĂŒgelt, erfĂŒllt das Material nicht höchste AnsprĂŒche und hĂ€ufiges Spiel kerniger Kerle setzt dem Plastik zu. Alle ein bis zwei Jahre wird sich ein Neukauf kaum vermeiden lassen. (In Deutschland am einfachsten ĂŒber den Bonner Joe (Joerilla).) Doch können die meisten Teile des alten fĂŒrs Ersatzteillager ausgeschlachtet werden.

Dass die Stangen die Löcher an den Enden immer weiter ausfeilen, ist kaum zu verhindern, das Einsetzen von Metallösen oder einer mit Löchern versehenen Hartplastikplatte an der Innenseite der Brettenden mag fĂŒr den Hobbybastler möglich sein, wird aber von kaum einem Aktiven umgesetzt.
Die Stangen werden aber regelmĂ€ĂŸig eingerieben, so dass sie glatt bleiben. Silikon hat dabei den Nachteil, dass es feucht bleibt und so von eifrigen Fingern auf dem ganzen Spiel verteilt wird. Gummigriffe, die Zapfen, auf die die Figuren gesteckt werden, und nicht zuletzt das "Eis" werden dabei viel zu glitschig. Es empfiehlt sich also ein trocknender Ersatz.

Silikon kann man aber in winzigen Dosen auf die Drehmechanik der Spieler unter dem Spiel geben. Aber mit grĂ¶ĂŸtmöglicher Vorsicht, damit es sich nicht wie beschrieben verbreitet.
Die Zapfen werden sogar gerne getapet, weil die Figuren sonst immer wieder hochgehen und man beste Chancen vergibt, weil der SchlĂ€ger ĂŒber den Puck haut ;(

Das Eis kann fĂŒr den Hausgebrauch mit Kartoffelmehl oder Glasreiniger poliert werden, Silikon nĂ€hert sich dem Eis maximal in Form eines hauchzart benetzten Lappens. BewĂ€hrt indes hat sich, das Spiel umzudrehen und die FĂŒhrungsrinne der Spieler und dessen Drehgelenk mit etwas Silikonspray einzusprĂŒhen. Dann das Spiel wieder zurĂŒckdrehen und das auf der SpielflĂ€che befindliche Silikonspray mit einem trockenen Tuch verreiben. Und wie immer gilt auch hier: Viel hilft nicht immer viel bzw. weniger ist manchmal mehr wert!

Um das Àrgerliche Herausspringen des Pucks aus dem Tor zu minimieren, schneidet man mit passendem GerÀt die Torböden heraus. Das Loch kann man stopfen, indem man einen Fetzen Stoff als SÀckchen darunter klebt oder eine Schachtel darunter stellt. Eine bebilderte Anleitung findest du [hier]. Abgebrochene Beine oder TorwartschlÀger sind leider kaum dauerhaft zu kleben.



Und nun...

Hoffentlich konnten wir Euch in Eurer Leidenschaft bestĂ€rken. Wir sehen uns sicher in BĂ€lde auf einem Turnier. Bei Fragen oder KontaktwĂŒnschen, meldet Euch einfach!